Wanderbericht - Naturfreunde Zürich

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Samstag 30. September 2017 Fussloswanderung Agasul – Kyburg - Rikon
Leitung: Margret Schmid, Gabi Ellmauer und Bruno Berner
Teilnehmer/innen: 33

Der Kantonalverband der Naturfreunde hat für das Jahr 2017 das Programm «zäme durestarte» angestossen. Und unsere Sektion hat sich zu einer Wanderung mit anschliessender Lesung entschlossen. Der Krimi «Fusslos» von Kuhn/Kuhn gab unserer Wanderung den Namen und legte die besuchte Region fest.

Die Wetterprognosen werden besser, je näher der Samstag kommt. Und so wandern Bruno und Margret mit 26 Naturfreunden und der Hündin Elva bei bestem Wanderwetter in Agasul los. Kurz vor dem Renggler-Wald kommt der erste Fitness-Test; 45 Höhenmeter auf leicht rutschigen Holzstufen. Alle schaffen das bravourös. Beim Punkt 670 machen wir zuerst eine Trink- und Pinkelpause. Und folgen dann rechts dem Waldrand welcher von abgeernteten (Mais)Feldern abgelöst wird. Über uns schweben Modellflugzeuge vom nahen Modellflug-Zentrum. In atemberaubender Manier werden uns Loopings und Sturzflüge vorgeführt.

Das muss natürlich besprochen werden. Und viele andere Themen auch. Vor lauter Geplauder verpasst Margret die Abzweigung ins Pfrundholz. Und Bruno plaudert ebenfalls vorbei. Nach 5 Minuten wird der Fehler bemerkt. Aber dank Andreas GPS und Margrets guter Karte ist ein neuer Weg ohne Umweg innert kürzester Frist gefunden. So geht es auf guten Naturwegen durchs Galgenholz und nach 20 Minuten sind alle wieder auf dem offiziellen Wanderweg.

Am Waldrand des Zentenholzes gibt es die nächste Trinkpause. Nach gut 5 Minuten geht es mit neuem Schwung auf die letzten Kilometer bis zur Kyburg. Bei der Anhöhe «Wurmhusen» sind die Dächer und Türme der Burg das erste Mal sichtbar auf dieser Wanderung. Das gibt Schwung. Und den nutzen wir. Rollen den Weg runter bis zum Schulhaus und erreichen unser Ziel via einen Fusspfad an der Schule vorbei zum Dorf.



Die NF verteilen sich auf die vielen Bänken vor der Kirche und der Burg. Den mitgebrachte Pick-nick haben sich alle verdient. Der Rastplatz ist ideal für eine grosse Gruppe. Und dass es ein sauberes und kostenloses! WC gibt, ist das Tüpfchen auf dem i.
Am 12.43 Uhr kommt Gabi mit der zweiten Gruppe in Kyburg an. 7 Teilnehmer/innen haben sich für die «Kurzversion» der heutigen Wanderung angemeldet. Margret empfängt sie an der Bushaltestelle und führt sie zum Rest der Gruppe. Die haben sich alle pünktlich beim Abmarschplatz eingefunden. Zuerst erzählt Margret aber noch etwas über die Kyburg und seine Bewohner. Die für etliche Städtegründungen verantwortlich waren (z.B. Winterthur, Baden, Frauenfeld, Zug). Ihre Interessen verlagerten sich im 15 Jh. nach Osten. So kam die Stadt Zürich in den Besitz der Kyburg.

Nach den interessanten, kurzen Ausführungen marschieren wir los. Am Schulhaus vorbei und dann scharf links Richtung Brünggerberg. Vor dem Abstieg zum Tobel des Mühlebachs werden die Wanderstöcke ausgepackt. Was bei dem rutschigen und steilen Weg hinunter keine schlechte Idee ist. Und auch der nachfolgende Aufstieg verlangt alles ab, so kurz nach dem Mittagessen. Die Gruppe reist auseinander. Margret verlangsamt das Tempo.
Aber schon beim nächsten, kleineren Anstieg nach dem Punkt 661 werden die Abstände wieder grösser. Zum Glück sind mit Gabi und Bruno noch weitere Wanderleiter instruiert. So können alle sicher sein auch ans Ziel zu kommen.
Sobald wir den Brünggerwald verlassen bietet sich uns ein Bergpanorama. Leider nicht total klar. Aber Ursula und andere NF können jeden Spitz benennen. Eine wahre Bergnamen-Vorlesung. Und das vor dem eigentlichen Literatur-Event.
Nach dem ersten, steilen Abstieg im Rostel-Tobel treffen wir auf die Strasse Richtung Kollbrunn. Und nach kurzer Zeit stehen wir am Ufer der Töss. Hier macht Margret nochmals eine Pause. Zum Trinken, Ausruhen und damit die Wanderstöcke wieder eingepackt werden können. Der Rest der Strecke bis Rikon ist flach. Und so erreichen wir die Alte Spinnerei Rikon um 14.50 Uhr. Eine Punktlandung par excellence.

Karl-Heinz und seine 14 köpfige «Spaziergänger»-Gruppe warten im Tibeter-Saal auf uns. Auch sie haben das schöne Wetter und die gut wanderbare Strecke von Kollbrunn nach Rikon genossen. Und konnten unsere Gruppe oben im Hang oberhalb Kollbrunns beobachten.
Schnell werden die Rucksäcke abgestellt, die Jacken ausgezogen und die Sitzgelegenheiten bezogen und schon geht es los. Ruth Walcker, die Präsidentin der NF Sektion Senioren begrüsst die Anwesenden und stellt die Fusslosautorin, Rowitha Kuhn und den Vorleser, Egon Fässler vor, weist auf die finanzielle Beteiligung des NF KVs Zürich hin und verdankt die Helfer/innen.
Dann legt Egon Fässler los. Er erzählt nicht nur mit der Stimme. Gesten und sein ganzer Körper wird zur Unterstreichung des Geschehens eingesetzt. Obwohl nur kurze Stellen aus dem «Fusslos»-Krimi vorgelesen werden, kommt richtig Spannung auf. Wie geht’s weiter? Kurz wird die Lesung unterbrochen, da das Auto von Herrn Fässler ungünstig parkiert ist. Dankbar wird die Pause zum Trinken und für WC-Gänge benutzt. Und schon geht’s weiter mit dem Krimi. Nach einer guten Stunde gibt es viel Applaus für Herr Fässler und Frau Kuhn. Die zum Kauf angebotenen Bücher sind nach kurzer Zeit fast ausverkauft. Und Frau Kuhn ist noch recht lang mit signieren beschäftig.

Der angekündigte Apéro findet reichlich Zuspruch. Und in Gesprächen wird der heutige Tag nochmals durchgenommen. Als Konsens kommt heraus: super Wetter (nicht zu kalt, nicht zu warm), gute Wanderstrecke und temporeiche Spannungsliteratur zum Abschluss. Perfekt!

           

Aktualisiert am: 12.9.2019
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