Wanderbericht - Naturfreunde Zürich

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Wanderbericht

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WANDERWOCHE IN HABICHEN / 9. BIS 16.SEPTEMBER 2017
 
 
 
23 Teilnehmer inkl. Wanderleiter starten um 8.37 Uhr in Zürich mit dem Zug. 4 Teilnehmerinnen aus der Sektion Basel sind mit uns und am Bahnhof Sargans erwartet uns ein Reisebus, der uns direkt ins Hotel Habicherhof bringt.
Da der Zimmerbezug erst um 14 Uhr stattfinden kann, unternehmen wir eine kleine Einlaufrunde und orientieren uns über den Ortskern Habichen, Bushaltestelle usw.
Zurück im Hotel beziehen wir unsere Zimmer und staunen über den Luxus und die vielfältigen Angebote wie Hallenbad, Sauna und gemütliche Jausenecke beim Empfang. Freundlich werden wir begrüsst und geniessen ein feines Nachtessen im Speisesaal.
Gabi Ellmauer gibt uns noch Informationen zum ganzen Wochenverlauf und wir erfahren dabei, dass wir von der Berg- und Wanderführerin Marie-Luise täglich, je nach Witterung, Ausflugs- und Wandervorschläge bekommen und auch von ihr persönlich begleitet werden. Dazu engagiert vom Hotel Habicherhof, wovon wir nur profitieren können!!
 
Freuen wir uns also auf schöne erlebnisreiche Wander- und Ausflugstage.
 
 
Romy Stutz
Wanderung Piburgersee, Sonntag 9.9.2017
 
Am Sonntagmorgen um 10 Uhr trafen wir uns in Pelerinen, Regenhosen oder sonst irgendwie regentauglichen Kleidern, mehr oder weniger motiviert, vor dem Hotel zur kleinen Wanderung an den Piburgersee.
Auf der gedeckten Holzbrücke überquerten wir die Oetztaler Ache und tauchten bald in den Wald ein. Der Aufstieg durch diesen mystischen Wald, wo wir bemooste Felsbrocken vom Bergsturz der letzten Eiszeit vorfanden, war fast ein wenig märchenhaft. Es hätte uns wahrscheinlich nicht sehr erstaunt, wenn eine Fee über die Felsen gehuscht wäre.
Nach einem kurzen Aufstieg sahen wir den See. Leider lud er nicht zum Bade, obwohl er einer der wärmsten Bergseen Österreichs ist. Wir marschierten um den See und bestaunten, trotz tropfender Kapuze oder Regenhut, die schöne Landschaft und stellten uns vor, wie schön es wäre, wenn......
Ende des Sees kehrten wir in einem gemütlichen, gut geheizten Restaurant zur Stärkung ein. Bei Tiroler Knödelsuppe, Toast oder Kaspress Knödelsuppe konnten sich sowohl unsere Seele als auch unsere Körper aufwärmen und unsere Kleidung trocknen. Gut gelaunt und gestärkt machten wir uns auf den Abstieg. In Oetz teilte sich die Gruppe auf, die einen blieben im Ort, die anderen gingen ins Hotel, um sich am Kuchenbuffet zu erfreuen oder sich im Hallenbad oder in der Sauna zu erholen. So wurde aus dem Regentag, der so grau angefangen hatte, doch noch ein sonniger Tag, denn gegen Abend zeigte sie sich, einfach ganz scheu.
 
 
Evelyne
Montag, 11. September
 
Früh aufstehen ist heute angesagt, denn das Frühstück wird erst in Kühtai serviert. Im Bus, der uns nach Oetz und dann nach Kühtai fährt, sitzt bereits unsere Wanderleiterin Marie-Luise, die uns so herzlich begrüsst wie man es nur im Tirol erlebt.
Nach einem tollen Frühstück erklärt uns Marie-Luise ihre Gewohnheiten. Sie wird uns pfleglich fordern, damit es für alle ein Genuss wird und dann wandern wir los. Nach kurzer Zeit kommt ein zugenageltes Gattertor und zwingt alle zu einer Kletterübung über einen Gatterzaun. Der zweite Test folgt sogleich. Eine Bachbrücke wird erneuert und verlangt eine Umgehung. Nur Willi wagt sich todesmutig über eine elastische, schmale Holzbohle. Alle andern kraxeln über ein sehr steiles rutschiges Wiesenstück hinauf, wobei hilfreiche Hände das Aufsteigen erleichtern. Endlich sind alle oben und erzählen über ihre kleinen Abenteuer. Marie-Luise ist zufrieden und wir Senioren haben die zufälligen Hemmnisse cool überwunden. Bei der oberen Iss Alm hat es schöne Tische und Bänke, welche zu einer kurzen Rast einladen. Bald geht es weiter zur Balbach-Alm, wo der Mittagshalt geplant ist. Nach dem Aufenthalt in der Bergwirtschaft kommen wir nach 20 Minuten zur Gondelbahnstation. Mit der Acherkogelbahn lassen wir uns nach Oetz hinuntertragen. Ein schöner Wandertag geht zu Ende und wir haben Marie-Luise schon ganz gut kennengelernt und alle sind begeistert von unserer tollen, humorvollen Leiterin.
 
 
Rolf
Dienstag, 12. September 2017
 
Auch wenn es regnet in Strömen, in unseren Herzen haben wir die Sonne…
Damit begrüsst uns Marie-Luise an diesem leider regnerischen Tag! Sie hat für uns ein interessantes Tagesprogramm ausgedacht. So starten wir im Regenschutz, mit Schirm, doch trotzdem guter Stimmung mit dem Linienbus um 10 Uhr zum hoch über dem Talboden von Längenfeld im 2012 angelegten «Sagenweg».
Aus der ehemaligen Sattelalm entstand das neue Ausflugsziel, ein magischer Ort, wo die Kraft der Natur in all seiner Vielfalt zu spüren ist. Ueber 3 Kilometer entlang dem einzigartigen Wanderweg erzählt uns Marie-Luise spannend vor den entsprechenden Skulpturen 14 Tiroler Sagen des Oetztales mit all ihren Helden und Fabelwesen über viele Jahre.
Wir halten Einkehr und einen Moment der Stille in der im 2008 erstellten Kapelle, ein wunderbarer Ort für verschiedene Anlässe wie Hochzeit, Vereinstreffen usw. Anschliessend stärken wir uns im «Alpengasthof am Feuerstein», wo wir wieder örtliche Spezialiäten probieren in angenehmer eindrucksvoller Hüttenatmosphäre.
Zurück im «Habicherhof» gluschtet uns das leckere Jausenbuffet mit einem warmen Tee. Schwimmen und Sauna ist heute besonders aktuell!!
 

Romy
 
Mittwoch, 13. September 2017
Obergurgel – Hohe Mut - Karlsruherhütte
 
Am Mittwoch sind wir früh im Schuss, schon kurz nach acht kommt unser Bus.
Beim Frühstück eilt es wie verrückt, schnell ein Brötli wird verdrückt.
Heisser Kaffee verbrennt die Zunge, dann schnell zum Bus, es pfeift die Lunge.
Mit Bus und Bahn und das ist gut, erreichen wir den Hohe Mut.
Etwas abwärts mit der Bahn, dann steigen wir den Berg hinan.
Wir schnaufen tief, es ist ein Graus, im Schnee und Dreck, wir rutschen aus.
Keiner sieht wie schön es ist, wir seh‘n nur Boden, so ein Mist.
Die Welt der Berge ist doch schön, doch wir hören Aufstiegs g’stöhn.
Wir laufen, steigen, stöhnen weiter, zum Glück ist heut das Wetter heiter.
Das Berghaus füllt dann unsern Magen, zufrieden wir den Abstieg wagen.
Ab Abend ist der Krampf vergessen, im Hotel gibt’s ein gutes Essen.
 

Willi Bachmann
 
Donnerstag 14. September
Stuibenfall in Umhausen
 
Mit dem Linienbus fahren wir gemeinsam nach Umhausen und wandern zum Stuibenfall, dem grössten Wasserfall im Tirol und zweitgrösster von Oesterreich. Über insgesamt 159 Meter + 2 Steilstufen stürzt der «Horlacherbach» von Niederthai kommend ins Tal. Schon jetzt ahnen wir, welch imposanter Aufstieg uns erwartet. Nach einem Gruppenfoto nehmen wir die 780 Stufen in Angriff, weiter auf 5 Plattformen und über eine exponierte, 80 Meter lange Hängebrücke erreichen wir den Ausgangspunkt in Niederthai. Noch nie erlebten wir ein solch aussergewöhnliches Naturschauspiel, den doppelten Regenbogen über dem Wasserfall! Oben angekommen beim Gasthof «Leiter Hoamatl» in Niederthai werden wir kulinarisch mit Eigenproduktionen verwöhnt. Über einen weichmoosigen Waldweg gelangen wir zu unserem nächsten Highlight, dem «Oetztaler Greifvogelpark» zur interessanten Vorstellung von rund 15 verschiedenen Greifvogelarten, wie Geier, Adler, Milane, Eulen, Falken, Bussarde, Bartkäuze, Raben etc. In sehr grosszügien Volieren werden diese Vögel artgerecht und paarweise gehalten und von Fachleuten betreut. In der dortigen Arena finden spektakuläre Flugvorführungen statt, wobei elegante Segelflüge, waghalsige Sturz-und Jagdflüge zu bewundern sind.
Lilian und Romy
 
 
Zum Abschluss unserer schönen Wanderwoche bedanken wir uns bei den Wander-Leitern Gabi Ellmauer, Rolf Storrer und natürlich auch bei Marie-Luise vom Oetztal!!


Aktualisiert am: 12.9.2019
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